Ein Poster-Schatz

BildEs fällt nicht gleich auf, das farblich sehr gedämpfte Bild, welches neben anderen Postern im großen Saal des DUCKDALBENs hängt. Es hat jedoch eine starke Symbolkraft und verknüpft die Geschichte der Taube mit dem Olivenzweig aus dem Alten Testament (1. Buch Mose 8, 6-12) mit der Geschichte eines tot geglaubten Mädchens, das von Jesus mit den Worten „Talitha Kumi“- „Mädchen steh auf“ - wieder ins Leben zurück gerufen wird. Diese Geschichte findet sich im Neuen Testament (Markusevangelium 5, 21-24 und 35-42).

Die Taube ist das Symbol einer Schule in der Gemeinde Beit Jala, Palästina, die sich den Namen „Talitha Kumi“ gegeben hat. Dieses Wort versteht die Schule als ihren Auftrag, der Mut machen soll, auf das Leben zuzugehen. „Talitha Kumi liegt auf einem 9 ha großen Gelände 4 km westlich von Bethlehem und 12 km südlich von Jerusalem, 850 m über dem Meeresspiegel. Die Grenze zwischen A-Gebiet (palästinensisches Autonomiegebiet) und dem von Israel kontrollierten C-Gebiet geht durch das Gelände.“

Die Schule wurde1851 als Kinderheim für arabische Mädchen gegründet und ist heute „ein Bildungszentrum, welches palästinensischen Mädchen und Jungen in einem konfliktreichen Umfeld einen sicheren Platz zum Lernen vom Kindergarten bis zur Hochschulreife“ bietet. Träger ist seit 1975 das Berliner Missionswerk, das auch für 80 Prozent des Haushaltes von Talitha Kumi aufkommt.

Der Maler, Sliman Mansour, wurde 1947 in Palästina geboren und hat selbst u.a. diese Schule besucht. Für mich hat sich die lebendige Ausstrahlungskraft seines Bildes aber erst ganz erschlossen, als ich eine Abbildung mit den leuchtenden Originalfarben entdeckte. In fast orientalischer Pracht ist die Geburtskirche in Bethlehem mit einer Moschee im Hintergrund dargestellt. Menschen umarmen sich schützend und richten ihre Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit zum Himmel, sehnen das Erscheinen der Friedenstaube herbei.

Das Bild trägt den Titel: Symbol der Hoffnung: Schule Talitha Kumi/Palästina.

Geschrieben von Bärbel unter Mithilfe von Samih El-Masri

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