Ein Schatz im Raum der Stille

BildAls der Raum der Stille im DUCKDALBEN eingerichtet werden sollte, war Jürgen Bielfeldt Vorsitzender der Seemannsmission. Durch seinen Schwiegersohn Samih kannte er Salameh Janini, einen Kalligraphen aus Madaba in Jordanien. Dieser bekam den Auftrag, für die „islamische Ecke“ des Raumes der Stille ein Kunstwerk anzufertigen. Er suchte dazu den Text der ersten Sure des Korans aus, der sogenannten Fatiha. Sie ist ein häufig gesprochenes Gebet, etwa zum Beginn des rituellen fünfmaligen Pflichtgebets.

Die Größe der Kalligraphie und die Harmonie zwischen den Farben der Schrift und des Hintergrundes lassen schon die besondere Bedeutung des Textes erahnen, auch wenn man den Inhalt nicht kennt. Als ich das Bild zum ersten mal sah und überlegte, was der Text wohl bedeuten könnte, fiel mir spontan der Satz aus der Schöpfungsgeschichte der Bibel ein: „Und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.“

Im Arabischen werden Texte insgesamt von oben nach unten gelesen und die einzelne Reihe von rechts nach links. Die erste Sure des Korans lautet übersetzt:

Im Namen Gottes, des Gnädigen und Barmherzigen.
Lob sei Gott, dem Herrn der Menschen in aller Welt,
dem Barmherzigen und Gnädigen,
der am Tag des Gerichts herrscht.
Dir dienen wir und Dich bitten wir um Hilfe.
Führe uns den geraden Weg,
den Weg derer, denen du gnädig bist,
die nicht dem Zorn anheimfallen und nicht irre gehen.

Geschrieben von Bärbel unter Mithilfe von Samih El-Masri

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