Voller Schwung und mit größter Kraftanspannung zieht ein Fischer sein Netz aus dem Wasser. Er birgt die Beute, auf schwankenden Bootsplanken geschickt balancierend. Ein fetter Fisch zappelt im Netz. Diese Szene hat ein indonesischer Künstler detailgetreu in Holz geschnitzt – auch das filigrane Netz.

Wir wissen recht genau, wie dieses Meisterwerk der Schnitzkunst in den DUCKDALBEN gelangte. In der Bro- schüre zum 20jährigen Bestehen unseres Seemannsclubs im Jahr 2006 findet sich ein Foto des Schenkenden bei der Übergabe der Figur an Reena Osterwald. Sie war damals als Ehrenamtliche im Club tätig. Unter der Figur stehen weitere Informationen. Leider ist das Schild wohl feucht geworden und schlecht zu lesen. Erkennbar ist, dass der Seemann damals als 4. In- genieur auf der MV Mataram im Einsatz war. Sein Name jedoch lässt sich nicht genau entziffern. Ein Datum ist nicht vermerkt.

Noch immer werden dem DUCKDALBEN neue Schätze geschenkt. Sie prägen die besondere At- mosphäre im Club. Oft schon meinten Seeleute, dass hier für sie ihr „zweites Zuhause“ sei. Zu ihrem Wohlfühlen tragen bestimmt auch die vielen erinnerungsschweren Mitbringsel bei. Der Fischer mit dem hölzernen Netz ist eines davon. Er schaut aus hoher Warte oben von den Tele- fonzellen herab auf das Treiben in der großen Eingangshalle.

Seit der Gründung im August 1986 haben übrigens rund 11 000 Seeleute aus Indonesien den DUCKDALBEN besucht.

Geschrieben von Bärbel unter der Mithilfe von Jan O.
Bericht von Olaf - 03.05.18