Ein historischer Schatz

Bild7. Oktober 1891: Der englische Dampfer Athabasca fährt bei Dunkelheit und schlechter Sicht elbaufwärts. Aus Rangun kommend, besteht die Ladung aus Reis und einer größeren Anzahl von Affen, die für den Bürgerlichen Zoologischen Garten vor dem Dammtor bestimmt sind. Das Schiff strandet im Sumpfgelände Böhnhasensand gegenüber von Övelgönne und läuft auf Grund. Bei der nächsten Flut kommt der 90 m lange Dampfer wieder frei, wird aber durch das auflaufende Wasser so gedrückt, dass es quer zur Fahrrinne liegt. Der Sloman-Dampfer Procida kollidiert mit der Athabasca, deren Kessel- und Maschinenraum daraufhin voll laufen, so dass das Schiff sinkt. Menschenleben sind nicht zu beklagen, aber die Affen ertrinken jämmerlich. Beim Versuch der Bergung bricht die Athabasca in zwei Teile. Sie werden aus dem Fahrwasser geschafft und auf Strand gesetzt. Die Gefahrenstelle wird gekennzeichnet. Beim späteren Ausbau der Hafenanlagen verschwinden Reste unter dem Elbsand. 1993 wird das jetzige Terminal Burchardkai im Zuge der Hafenerweiterung für den Containerumschlag ausgebaut. Dabei werden noch vorhandene Reste der Athabasca aus dem Elbsand geborgen; Teile davon werden dem Hamburg Museum übergeben und der DUCKDALBEN erhält einen Niet der Athabasca – einen wahrhaft historischen Schatz: Hundertundzwei Jahre lang war er im Elbsand verborgen. Jetzt ziert er neben vielen anderen Schätzen die Wand zwischen Eingang und Billardraum. Wo die Athabasca einst strandete, ist die Elbe heute tief ausgebaggert, und ständig werden dort Containerriesen be- und entladen. Nur der Name „Athabaska-Kai“ erinnert bis heute noch an die Stelle des historischen Schiffsunglücks.
7. Oktober 1891: Der englische Dampfer Athabasca fährt bei Dunkelheit und schlechter Sicht elbaufwärts. Aus Rangun kommend, besteht die Ladung aus Reis und einer größeren Anzahl von Affen, die für den Bürgerlichen Zoologischen Garten vor dem Dammtor bestimmt sind. Das Schiff strandet im Sumpfgelände Böhnhasensand gegenüber von Övelgönne und läuft auf Grund.

Bei der nächsten Flut kommt der 90 m lange Dampfer wieder frei, wird aber durch das auflaufende Wasser so gedrückt, dass es quer zur Fahrrinne liegt. Der Sloman-Dampfer Procida kollidiert mit der Athabasca, deren Kessel- und Maschinenraum daraufhin voll laufen, so dass das Schiff sinkt. Menschenleben sind nicht zu beklagen, aber die Affen ertrinken jämmerlich. Beim Versuch der Bergung bricht das Wrack in zwei Teile. Sie werden aus dem Fahrwasser geschafft und auf Strand gesetzt. Die Gefahrenstelle wird gekennzeichnet. Beim späteren Ausbau der Hafenanlagen verschwinden Reste unter dem Elbsand.

1993 wird das jetzige Terminal Burchardkai im Zuge der Hafenerweiterung für den Containerumschlag ausgebaut. Dabei werden noch vorhandene Reste der Athabasca aus dem Elbsand geborgen; Teile davon werden dem Hamburg Museum übergeben und der DUCKDALBEN erhält einen Niet der Athabasca - einen wahrhaft historischen Schatz: Hundertundzwei Jahre lang war er im Elbsand verborgen. Jetzt ziert er neben vielen anderen Schätzen die Wand zwischen Eingang und Billiardraum.

Wo die Athabasca einst strandete, ist die Elbe heute tief ausgebaggert und ständig werden dort Containerriesen be-und entladen. Nur der Name „Athabaska-Kai“ erinnert bis heute noch an die Stelle des historischen Schiffsunglücks.

Geschrieben von Bärbel unter Mithilfe von Lars

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