Vor 50 Jahren legte das erste Containerschiff auf Waltershof an; früher badeten hier Kinder. Daran erinnern sich ehemalige Bewohner des nach der Flut 1962 aufgegebenen Stadtteils im Club.

Traditionell verabredet sich die „Gemeinschaft ehemaliger Waltershofer / Dradenauer“, jeweils am Folge-Samstag nach dem Tag der Sturmflut von 1962 zusammenzukommen. Und auch dieses Jahr waren der DUCKDALBEN und sein Team Gastgeber, wenn die Waltershofer sagen „Weißt Du noch …“.Der NDR war mit Funk und Fernsehen dabei und hörte zu, ebenso die taz und andere.
Ehemalige Bewohner des Stadtteils in Hamburg-Mitte erinnerten sich an das Brot der frühen Jahre, als aus den Aufzeichnungen der ehemaligen Waltershofer Lehrerin Anneliese Sagasser vorgelesen wurde. So ging der Blick zurück in die 50er und 60er Jahre, die Anneliese Sagasser beschreibt.
Damals war die Elbinsel Waltershof, die 1838 mit 121 Einwohnern zu Hamburg kam, noch ein quirliger Stadtteil. Über 4.000 Menschen lebten hier - bis zur großen Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar und bis zum Ausbau des Hafens. Heute verlieren sich zwei Einwohner auf 9,3 Quadratkilometer des Stadtteils, in dem Johannes Tönnies lange Jahre die Post austrug. Dieses Jahr organisiert er mit Detlef Baade (im Bild am Mikro) und Rolf Ulatowski (im Bild re.) das Treffen und den Arbeitskreis Flutdenkmal. Es erinnert an die Opfer in den Elbgemeinden zwischen Cranz und Harburg, aus Moorburg, Francop, Neuenfelde, Waltershof und Finkenwerder.

Text und Foto: Hergen Riedel
Bericht von Olaf - 22.02.18