Mazu

BildVor einiger Zeit erwähnten zwei Seeleute aus China bei ihrem Besuch im DUCKDALBEN die taoistische Göttin Mazu. Diese wird als Schutzpatronin der Seeleute und der Fischer ganz besonders an den Küstenregionen Chinas und über das Meer hin bis Taiwan, Korea und Japan verehrt. Deshalb stand schnell der Entschluss fest: Eine Figur dieser Meeresgöttin sollte auch in unserem „Raum der Stille“ nicht fehlen.
Am 28. Januar, dem chinesischen Neujahrstag 2017, traf die in China bestellte Mazu im DUCKDALBEN ein. Sie ist aus Buchsbaumholz geschnitzt und in das traditionelle Gewand einer Kaiserin gekleidet. Ihren Kopf ziert der Mian Guan. Das ist ein Brett auf der Kappe der Kaiser und Würdenträger, von dem vorn und hinten Reihen von Perlenschnüren herabhängen. Im Arm hält sie ein Ruyi Zepter. Sein Stiel ist leicht geschwungen und der Kopf ähnelt dem des Lingzhi Pilzes, der für Heilkraft und langes Leben steht. Dieses Zepter ist kein Herrschaftssymbol, sondern gilt als Zeichen der Würde. Wie ein Fels in der Brandung werden die Füße unserer Mazu von Wellen umspült.
Der Name Mazu (auch MaTzu) ist eine respektvolle Anrede und bedeutet „Mütterliche Ahnfrau“. (Er wird auf der ersten Silbe betont, das „a“ dabei lang ausgesprochen.) Häufig wird Mazu mit ihren beiden Begleitern Qianliyan, „Tausend-Meilen-Auge“, und Shunfeng ?er, „mit-dem-Wind-Ohr“, abgebildet. Sie beschirmen Mazu mit großen Fächern und helfen ihr, Not auch aus der Ferne zu sehen und zu hören.
Mazu, die taoistische Meeresgöttin, hat nun im Raum der Stille ihren Platz neben Guanyin, der buddhistischen Göttin der Barmherzigkeit, gefunden. Mögen beide tatkräftig wirken!

Geschrieben von Bärbel unter Mithilfe von Wang He, Zhang Nan und Jacob

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