Mit dem jetzt fertiggestellten Anbau wurde der international seamen´s club DUCKDALBEN bereits zum dritten Mal baulich erweitert. „Wir wachsen mit den Aufgaben“, sagte Arne Wesseloh, zweiter Vorsitzender der Deutschen Seemannsmission Hamburg-Harburg e.V, bei der Schlüsselübergabe durch Jacqueline Smith, Maritime Coordinator der International Transport Workers' Federation (ITF). Der Grund für die prominente Schlüsselpatin: Die ITF machte den Neubau mit etwa 100.000 Euro möglich. Die EGGERS-Kampfmittelbergung GmbH spendete die erforderliche Bodensondierung. Die ITF gibt sich im Club „die Klinke in die Hand“: Im Juni 2014 übergab Torben Seebold, Leiter ITF-Billigflaggenkampagne Deutschland, einen VW-Kleinbus, mit dem ehrenamtliche Mitarbeiter Seeleute von den Terminals zum Club fahren.
Smith: „Es ist für uns selbstverständlich, einen der besten Club der Welt zu unterstützen. Der DUCKDALBEN ist eine weltweit geschätzte Anlaufstation für Seeleute, die immer öfter genutzt wird.“ So begrüßten 2014 Anke Wibel und Jan Oltmanns, Chefs des DUCKDALBENs, 37.465 (2013:35.386) Seeleute aus 106 Ländern. Die steigenden Zahlen seit Gründung 1986 wirken sich baulich aus: Der DUCKDALBEN wurde zuerst 1995 erweitert.2003 kam ein Wintergarten hinzu, jetzt der Bürotrakt. Hier stehen drei Arbeitsplätze sowie ein Besprechungsbereich zur Verfügung. „Auch wenn die Schiffe nur kurz im Hafen liegen und die Zeit im DUCKDALBEN knapp ist, stehen wir mit Rat und Rat bereit. Oft geht es um persönliche Dinge. Auch dafür nutzen wir das neue Büro“. Zur vertraulichen Hilfe gehört u.a. Unterstützung die Hilfe bei finanziellen Transaktionen: Im März 2015 übernahm das DUCKDALBEN-Team die 10.000ste Überweisung für einen Seemann von den Philippinen.
„Die besten Büros nützen nichts, wenn kein engagiertes Team Leben hineinbringt. Die Seemannsmission und ihre Unterstützer investieren daher nicht nur in Stein, sondern auch in Menschen. Zum Start hatten wir acht Mitarbeiter, jetzt sind es 18“, sagt Arne Wesseloh. „Dabei bietet der DUCKDALBEN für einige einen Arbeitsplatz, die woanders aufgrund individueller Einschränkungen weniger Chancen auf einen festen Job haben“.
Bericht von Marco - 18.09.15